20. April 2008
Das eigentliche Aprilwetter dieses Jahres hatten wir ja bereits zu Ostern auf dem Main erlebt. Da die Berge auch in geringeren Höhen noch dick mit Schnee bedeckt waren, entschlossen wir uns, bei diesem herrlichen Frühlingswetter eine Radtour am Ammersee zu unternehmen.
Wir fuhren mit der S-Bahn bis Grafrath. Von dort ging es über Kottgeisering durch das Ampermoos in Richtung Ammersee. Ein guter Rad-/Fußweg führt von Eching parallel zum westlichen Ammerseeufer. Bis Utting ist dieser Weg allerdings bei gutem Wetter ziemlich überlaufen.
Leider kann man wegen der starken Uferbebauung den See nur an einigen Stellen erreichen. Dort hat man dann aber einen schönen Blick auf das östliche Ammerseeufer, an dem auch das Kloster Andechs über den Wald lugt. Nach Süden kann man bei klarer Sicht die Ammergauer Alpen, das Wetterstein- und das Karwendelmassiv bewundern.
Die gerade beendete Segelregatta wird bei dem schwachen Wind selbst mit den großen Gennakersegeln kaum richtig in Fahrt gekommen sein, einen schönen Anblick bieten die Boote aber allemal.
In Dießen am südlichen Ende des Ammersees war wesentlich weniger Trubel, die Schiffe der "Ammerseeflotte" waren trotzdem gut gefüllt.
Dem starken Straßenverkehr auf der Birkenallee am Südufer des Ammersees kann man sehr gut entkommen, wenn man noch einen halben Kilometer weiter nach Süden fährt. Dort führt ein sehr ruhiger Radweg neben der Alten Ammer durch satte Wiesen mit schönem Alpenpanorama bis nach Fischen.
Die Straße von Fischen nach Andechs ist nicht besonders stark befahren, sie hat aber eine erhebliche Steigung und man muss ganz schön strampeln, bis das Kloster Andechs in Sicht kommt. Obwohl man das Kloster bereits in gleicher Höhe sieht, lässt es sich nicht umgehen, durch den Grund in Erling hinunter und dann wieder zum Kloster hinauf zu radeln. Genauso wenig lässt es sich natürlich umgehen, in Andechs vom leckeren Klosterbier zu kosten .
Von Andechs aus sausten wir dann durch den kühlen und malerischen Kiengrund nach Herrsching. Leider reichte das Licht nicht mehr für gute Fotos aus. Dafür "nahmen" wir schnell noch einen Geochache am Wegesrand mit. Von Herrsching ging es dann gemütlich per S-Bahn nach Hause.
Ein lohnender Fahrradausflug mit echtem Höhepunkt am Kloster Andechs.