Jura - Sommer 2009

Bisher war uns der Jura völlig unbekannt. Dieses Mittelgebirge an der schweizerisch-französischen Grenze ist ein geologisch junges Faltengebirge. Es ist landschaftlich sehr abwechslungsreich, dünn besiedelt und bietet Möglichkeiten zum Paddeln, Wandern und Klettern. Also Urlaub ganz nach unserem Geschmack.
Besonders haben uns die Wald- oder Wytweiden in den Freibergen (Franches-Montagnes) gefallen, dort stehen riesige Fichten, zwischen denen das Vieh weiden darf. In Saignelégier gibt es einen weitläufigen Campingplatz mit Lagerfeuerplätzen, auf dem man wunderbar die Seele baumeln lassen kann. Dort ganz in der Nähe ist der Étang de la Gruère, ein malerischer, unter Naturschutz stehender Moorsee.
Vom Lac de Neuchâtel radelten wir zur Gorges de l'Areuse und wanderten durch die Schlucht. Wer weite Wanderungen mag, kann auch noch bis zum Creux du Van weitergehen. Da die Berge wolkenverhangen waren, haben wir lieber noch einen extra Ausflug zum Creux du Van gemacht. Vom Parkplatz des Restaurants Le Soliat sind es nur wenige Schritte bis zu dem spektakulären Felszirkus Creux du Van.
Zu einigen schönen Stellen hat uns das Geocaching geführt, z. B. zum Bergfried im Schloss von Porrentruy oder zum Tour de la Caroline mit Blick über den Lac des Brenets. Und was Susi besonders gefiel: Auf die Türme durfte man einfach so hochsteigen, ohne sich einen Schlüssel holen zu müssen oder Eintritt zu bezahlen, wie das in Deutschland üblich ist.
Auch den Chasseral (höchster Berg des Berner Juras, 1.607 m) hätten wir ohne Geocaching nicht gefunden, weil es so neblig war. Auf dem Bergkamm verläuft ein schöner Wanderweg, bei guter Sicht wird ein traumhaftes Alpenpanorama versprochen. Wir kommen im Winter wieder und wollen dann die kompletten Alpen sehen!!!
Im Französischen Jura gibt es neben dem Doubs auch viel zu entdecken: das Tal der Loue, spannende Grotten und das vorzügliche Lebensmittelangebot in den französischen Supermärkten.
Alles in allem hat uns der Jura sehr gut gefallen. Auch unser ökologisches Gewissen hat sich gefreut, dass so nah noch so sehenswerte Fleckchen gibt.
Nachtrag: Im Februar 2010 waren wir nochmal im Jura und es war genauso schön wie im Sommer.