Untere Lahn

Anfang Oktober 2015

Eigentlich wollten wir ja nach der Mosel­tour noch auf den Mittel­rhein. Der führte aber so wenig Wasser, dass tatsächlich der halbe Fluss­grund trocken lag. Uns mit dem Kanu zu den großen Schiffen in die Fahr­rinne zu quetschen, dazu hatten wir gar keine Lust.

Was aber stattdessen? Ganz einfach: ein paar Kilo­meter südlich von Koblenz mündet die Lahn in den Rhein und da uns sowieso noch ein Stück der Lahn in unserer "Sammlung" fehlte, kamen wir doch noch ein bisschen aufs Wasser.

Die Oster­tour auf der Lahn war ja bereits 2002! Damals sind wir bis Lauren­burg gepaddelt. Von Lauren­burg bis zur Mündung kann man 2-3 Tage unterwegs sein. Da es im Lahntal eine gute Zug­ver­bindung gibt, war die Logistik auch schnell geklärt und wir fuhren zwei schöne Etappen von Lauren­burg bis zum Schleusen­kanal in Bad Ems. Der Ein­fach­heit halber blieben wir zum Über­nachten gleich auf einem kleinen, fast leeren Camping­platz zwischen Start und Ziel und wir paddelten mal ohne Gepäck.

Es war gut, dass wir so spät im Jahr unterwegs waren, dadurch war es auf dem Fluss recht ruhig, im Sommer gibt es dort sicher einen munteren Motorboot-Verkehr. Die Schleusen in dem Fluss­abschnitt werden bedient, die unter­schiedlichen Schleusen­wärter zeigten uns die ganz Band­breite der Begeisterung - von "gar keine Lust" bis "superfreundlich". Bei dem schönen Wetter konnte uns aber auch der unfreund­lichste Schleusen­wärter nicht ärgern; wenn man uns gelassen hätte, hätten wir unser leeres Boot auch ganz schnell umgetragen.

Ansonsten war dieser Lahn-Abschnitt nicht besonders spektakulär, aber es gibt ein paar sehens­werte Höhepunkte. Für ein langes Wochen­ende oder eine Oster­tour würden wir aber wieder weiter fluss­aufwärts starten, dort war es noch etwas schöner. Dieser Abschnitt der Lahn bekommt von uns aber auch gute