Mitte August 2025
Im Angesicht der nahen Alpen fĂ€llt es schwer, die Adelegg als Gebirgsstock zu bezeichnen. Mit ihrem höchsten Punkt, dem Ursersberg (1129 m), kann sie aber mit vielen deutschen Mittelgebirgen locker mithalten und in der letzten Eiszeit ragte sie als Nunatak aus dem Gletscherfeld heraus. Dennoch wird sie meist nur als Berg- oder Gebirgslandschaft bezeichnet. Ăstlich von Isny im AllgĂ€u kann man die Adelegg auf einer Topo-Karte als stark bewaldetes Gebiet mit dichtem Wanderwegenetz gut erkennen.
An einem warmen Sommerwochenende erkunden wir die Gegend. Wir haben GlĂŒck und bekommen auf dem Camping Moorbad am Hinterweiher den schönsten Stellplatz direkt neben der Badewiese. Zum Eisessen schwimmen wir einmal quer durch den Weiher zum gegenĂŒberliegenden Moorfreibad. Weiter verlanden sollte der See nicht, sonst kann man bald hindurch laufen. đ
FĂŒr den nĂ€chsten Tag hab ich uns eine Fahrradtour gebaut, die uns einmal fast komplett um die Adelegg fĂŒhrt. Wir fahren zuerst am Taufachmoos und den Urseen vorbei. Dann nehmen wir uns viel Zeit, das kleine StĂ€dtchen Isny im AllgĂ€u anzusehen. Auf dem Damm des ehemaligen Isny-BĂ€hnle radeln wir langsam bergauf, erfrischen uns am Speckbach-Wasserfall und strampeln danach noch etwas steiler hinauf zum Eschacher Weiher. Wir haben den höchsten Punkt der Tour erreicht und gönnen uns eine gemĂŒtliche Badepause. Bis Wegscheidel rollen wir danach ĂŒber die HĂŒgel, bevor es durch das KĂŒrnachtal nur noch bergab zurĂŒck zu unserem Startpunkt geht. Eine schöne Fahrradrunde mit ein paar Steigungen â dafĂŒr gibt es von uns
Das dichte Wanderwegenetz hatte ich schon erwĂ€hnt. Wir starten unsere Wanderung am Wanderparkplatz Kreuzthal in Eisenbach. Auf breitem Wanderweg laufen wir durch das Tal des Eisenbachs und biegen spĂ€ter ab auf einen kleinen Pfad, der uns zur Zenglesalp fĂŒhrt. Ăber einen noch kleineren Pfad steigen wir zur Aussicht auf dem Ochsenkapf. Leider kann von Aussicht diesmal nicht die Rede sein, wir sehen nur WolkenweiĂ.
Auf dem HW5 wandern wir zur Schletteralm. Den schönen Rastplatz nehmen wir gern an und futtern unsere RucksĂ€cke leer. Diesmal lĂ€sst sich von der möglichen Aussicht sogar ein bisschen erahnen. đ Weiter geht es zum Schwarzen Grat mit Aussichtsturm und Grillplatz. Auch hier gibt es bei guter Sicht sicher viel zu sehen.
Den kleinen Aufstieg zum Raggenhorn lassen wir weg, uns lockt der leckere Kuchen an der Alpe Wegger Egg. Von dort fĂŒhrt ein guter Weg hinab ins Rotenbachtal. FrĂŒher wurde hier zeitweise Glas produziert, was im Rotenbachtal interessant dokumentiert ist. Den Aufstieg zur Kreuzleshöhe sparen wir uns diesmal und kĂŒrzen durchs Eschachthal ein bisschen ab, die Wolken sind noch dichter geworden.
Fazit: Man kann in der Adelegg schön wandern, allerdings ist man viel im Wald unterwegs. Dass wir an den Aussichtspunkten wenig Sicht hatten, soll die Wertung aber nicht beeintrÀchtigen und so vergeben wir trotzdem gute