Erzgebirgs-Kammweg - Schneeschuhtour

Februar 2012

Keine Ahnung, wie ich auf den Erzgebirgs-Kammweg als Schneeschuhtour kam, aber als ich Susi die Tour vorschlug, war sie sofort begeistert. Das Erzgebirge ist schneesicher, ├╝ber Lawinengefahr muss man nicht nachdenken, die Anstiege sind moderat und ├╝berlaufen kann man die Gegend sicher nicht nennen.

Wir wollten mehrere Tage unterwegs sein und da die ├ťbernachtungsm├Âglichkeiten stellenweise recht d├╝nn verteilt sind, entschlossen wir uns, unsere Gep├Ąckschlitten zu benutzen, um auch Zelt und Ausr├╝stung dabei zu haben.

Die Recherche ergab eine m├Âgliche Bahnverbindung von Annaberg-Buchholz nach Rechenberg-Bienenm├╝hle und so starteten wir in Annaberg, wo wir uns nach der Tour noch f├╝r ein paar Erholungstage eine sehr sch├Âne Ferienwohnung gemietet hatten. Die Vermieterin ist super, wir durften unser Auto bei ihr stehen lassen und sie unterst├╝tzte uns viel mehr, als man erwarten kann. Danke, Ellen!

Die Bahnstrecke von Annaberg f├╝hrt durch das reizvolle Zschopautal, in Fl├Âha muss man umsteigen um dann die kleine Freiberger Eisenbahn zu erreichen, mit der wir zu unserem Startort Rechenberg kamen. Wer die Tour verl├Ąngern will, kann auch mit den "├ľffentlichen" bis nach Altenberg oder Geising kommen, um dort zu starten.

Trotz des schneearmen Winters lag gen├╝gend Schnee und los ging es in die Waldeinsamkeit. Am ersten Tag begegneten wir gerade einmal 2 Leuten. Wir folgten im Wesentlichen dem ausgeschilderten Erzgebirgs-Kammweg und hatten neben der ├ťbernachtung im Zelt noch ein paar sch├Âne Stationen: die Pension "Altes Bergmannshaus" in Seiffen und die Hirtsteinbaude.

Unsere Tourplanung endete in Oberwiesental, von dort kann man per Fichtelbergbahn nach Annaberg zur├╝ck kommen. Der Kammweg geht noch wesentlich weiter, man k├Ânnte die Tour also problemlos noch verl├Ąngern. Zur├╝ck in Annaberg-Buchholz aalten wir uns ausgiebig in den Saunalandschaften umliegender B├Ąder und sahen uns dann noch gemeinsam mit Helgi&Albi ein paar Touristenziele ­čÖé an.

Unser Fazit: sch├Âne, einsame Landschaft, sehr nette und herzliche Menschen - man muss f├╝r eine erholsame Wintertour nicht unbedingt nach Skandinavien reisen.