Felbermühle

Anfang November 2024

Nach Allerheiligen zieht sich die älteste Klosterbrauerei der Welt zur Winterruhe zurück. Ein guter Grund, das Feiertagswochenende für einen Ausflug in die Gegend zu nutzen. Der beste Standort ist aus unserer Sicht der idyllische Campingplatz Felbermühle bei Bad Gögging direkt an der Abens. Wir sind fast allein auf dem Platz, abends sitzen wir gemütlich an der Feuerschale, ohne irgendjemanden zu stören.

Drei Tage Zeit, da passen Radfahren, Wandern und Paddeln super zusammen. Das Wetter ist zuerst noch etwas grau, aber es gibt ringsum noch schöne Herbstfarben. Unsere Fahrradtour startet direkt vom Campingplatz aus und führt zuerst bei Neustadt über die Donau. Weiter geht es über Lobsing und Hagenhill nach Altmannstein. Dort haben wir schon den höchsten Punkt der Tagesrunde erreicht; die Steigung dorthin war aber kaum zu spüren. Ab Altmannstein fahren wir auf der Strecke der ehemaligen Schambachtalbahn durch ein liebliches Tal. Schloss Hexenagger zieht an uns vorbei und in der Ferne ist bald das Schloss Rosenburg bei Riedenburg zu sehen.

Nach ausgiebiger Kaffeepause in Riedenburg radeln wir weiter durch das Altmühltal in Richtung Kelheim. Die Burg Prunn thront trotzig auf ihrem steilen Bergsporn. Mühelos rollen wir am Main-Donau-Kanal entlang, zu dem die Altmühl hier ausgebaut wurde, und stückchenweise auch am alten Ludwig-Donau-Main-Kanal. Kurze Stopps machen wir an der Holzbrücke "Tatzlwurm" und an einigen Stationen des Archäologieparks Altmühltal, die spannende Einblicke in die Welt der Kelten bieten.

In Kelheim wechseln wir auf die andere Donauseite und fahren noch ein bisschen parallel zur Donau bis Affecking. Von dort führt uns ein Weg entlang der Bahnstrecke nach Abensberg. So können wir ohne Anstrengung die Berge umgehen, die die steilen Ufer der Weltenburger Enge bzw. des Donaudurchbruchs bilden. In Abensberg haben wir einen Tisch im Gasthof Kuchelbauer reserviert, wo wir nicht nur eines der besten Biere, sondern auch ein ganz ausgezeichnetes Abendessen bekommen. Die kurze Strecke zurück zum Campingplatz finden wir auch im Dunkeln problemlos. Die Radrunde ist mit 70 km fast ohne Steigungen für uns als Tagesrunde perfekt, also gibt es auch die verdienten

Die Paddeltour auf der Abens von Abensberg bis zur Felbermühle überspringe ich hier, wir haben die Tour schon mehrfach beschrieben. (Links siehe unten)

Besonders reizvoll ist eine Wanderung über die Felsen des Donaudurchbruchs im Herbst. Es gibt mehrere Wege von Kelheim nach Weltenburg: Rechts der Donau führt der Weltenburger Höhenweg zusammen mit dem Donauradweg etwas beschwerlich und mit wenig Aussicht über den Berg. Allerdings lohnt der Abstecher zur Aussicht am Wieserkreuz. Am linken Ufer kann man steil zur Befreiungshalle aufsteigen und von dort weiter durch den Wald.

Oder, und das ist unser Lieblingsweg, wir laufen zuerst am Donauufer entlang, vorbei am Klösterl und weiter zur Steinernen Jungfrau. Dort endet der Uferweg an einer riesigen Felswand. Über einen kleinen, steilen Pfad kommen wir von dort hinauf auf die Felsen und erreichen mehrere tolle Aussichtspunkte. Danach geht es weiter zum Jurasteig am Keltenwall und von dort führen einige Stufen wieder hinunter zur Donau. Die Seilfähre Weltenburg-Stausacker bringt uns hinüber nach Weltenburg. Auch diese Wanderung bekommt die beste Bewertung:

In Weltenburg haben wir vorab beim Sportplatz der Spielvereinigung Weltenburg unser Boot deponiert. Die gute Strömung der Donau trägt uns zügig zum Kloster. Am breiten Kiesufer steigen wir aus, um uns im großen Biergarten im Klosterhof ein bisschen zu stärken. Wieder zurück auf dem Wasser lenken wir nur ab und zu ein bisschen um nur nicht zu schnell durch das Naturschauspiel zu gleiten. Bei der Mündung des alten Kanals in Kelheim können wir bequem aussteigen und das Boot ins in der Nähe geparkte Auto laden. Wie man an den Fotos sehen kann, muss natürlich auch die Paddeltour auf Abens und Donau die beste Wertung bekommen:

Insgesamt also einfach ein perfekter Ausflug, den wir bestimmt nicht zum letzten Mal unternommen haben.