Für den Sommerurlaub 2001 handelten wir mit unseren Kindern einen Kompromiss zwischen Bade- und Bergurlaub aus.

Zuerst fuhren wir zum Baden ins Badische. Da am Bodensee alle Campingplätze überbelegt waren, verbrachten wir etwas nördlich davon ein paar schöne Tage am Illmensee. Thomas B. kam uns mit seiner Mischpoke besuchen und wir lernten "Man-muss-seiner-Familie-etwas-bieten-Abiturienten" kennen (Insider).

Dann durfte der Urlaub endlich richtig losgehen: Die erste Bergtour führte uns etwas südlich von Appenzell auf den Säntis. Die Tour war wesentlich anstrengender als man von unten erwartete, die Luft war sehr klar und der Gipfel erschien ganz nah. Tatsächlich musste man aber nach einem langen Anstieg (rote Köpfe) noch einen leichten Klettersteig bezwingen, um auf den stark bebauten Gipfel zu kommen, auf den natürlich auch eine Seilbahn führt. Trotzdem machte es allen Spaß und wir konnten uns auf unserem schönen Zeltplatz gleich in der Nähe bei spannenden Tischtennisturnieren von den Strapazen erholen.

Durch das obere Rheintal fuhren wir dann mit Unterbrechung durch eine lustige Bahnverladung am Furkapass bis nach Brig. Dort mussten wir natürlich auch zum längsten Gletscher der Alpen wandern. Die riesigen Ausmaße des Aletschgletschers lassen sich auf den Fotos nur erahnen. Die wie Ameisen aussehenden kleinen Punkte auf dem zweiten Foto waren tatsächlich Leute. Danke, Teleobjektiv.

Nächste Station war der Zeltplatz in Täsch im Mattertal. Von dort kann man nur per Bahn oder Fahrrad (was wir taten) in das touristisch übererschlossene Örtchen Zermatt fahren, um das Matterhorn zu sehen. Auf dem Panorama, aufgenommen vom kleinen Matterhorn, versteckt es sich allerdings gerade in den Wolken.

Über Chamonix ging es dann zum Lac d' Annecy. Dort fand der zweite Teil des Badeurlaubs statt. Wir besichtigten noch das Chateau de Menthon und das hübsche Städtchen Annecy und Tim und Eva konnten nach Herzenslust abhängen. Außerdem lernten wir ein nettes Paddelpärchen kennen, mit dem es zu exzessiven Doppelkopfduellen kam.

Die Rückreise führte u. a. durch das Tal der Doubs mit dem sofortigen Vorsatz, dort unbedingt auch mal zu paddeln.

Damit der nächste Kompromiss nicht wieder so faul endete, teilten wir den Urlaub im folgenden Jahr in Frankreich in vier Etappen, von denen jeder von uns eine "gestalten" durfte. Das funktionierte perfekt.