Sentier des Roches - Strohmeyerpfad

9. Oktober 2018

Der Sentier des Roches (Felsenpfad) ist sicher eine der interessantesten Touren in den Hochvogesen. Nach seinem "Erbauer", dem Oberförster und damaligem Vorsitzenden des Club Vosgien, wird er auch Strohmeyerpfad genannt.

Zufällig wird man diesen Weg vermutlich nicht gehen: Für den Zustieg muss man vom Parkplatz am Pass "Col de la Schlucht" einige Meter ohne Fußweg direkt auf der Passstraße in Richtung Munster laufen. Dann kommt eine Lücke im Geländer und eine kleine Treppe und darunter steht der Wegweiser zum Sentier des Roches.

Der Weg ist ein versicherter Steig, der zum Teil mit Drahtseilen, Eisengeländern, Leitern und Stegen gesichert ist. Trittsicherheit und eine gewisse Schwindelfreiheit sind erforderlich. Besonders schwierig ist der Weg aus unserer Sicht aber nicht. Die Bergflanke, durch die der Weg gebaut wurde, ist zum größten Teil bewaldet, nur ab und an hat man ein paar steile Aussichten ins Tal.

Schon nach 3 Kilometern und einer angegebenen Wanderzeit von anderthalb bis zwei Stunden ist der eigentliche Felsenpfad in der Nähe des Krappenfels zu Ende. Etwas später erreicht man einen breiten, sonnigen Talkessel unterhalb der Martinswand. Ein Abstecher zum kleinen Hochmoorteich lohnt sich.

Anfang Oktober war die "Ferme Auberge de Frankenthal" schon geschlossen, im Sommer werden kleine regionale Speisen und Getränke angeboten und die typischen Vogesenrinder weiden dort.

Nun muss man sich entscheiden, wie man weiterlaufen möchte: a) Auf gleicher Höhe geht es in Richtung des Sees "Lac de Schiessrothried". b) Am Hochmoor vorbei führt sehr steil ein Steig durch die Martinswand direkt zum Pass "Col de Falimont". c) Wir wählten den nicht ganz so steilen Aufstieg zum "Col du Schaeferthal", der auch anstrengend genug ist: Bis hinauf zum Hohneck sind es vom Sentier des Roches ordentliche 400 Höhenmeter.

Le Hohneck ist mit 1363 Metern Höhe der dritthöchste Berg der Vogesen. Auch das Hohneck ist über die Vogesenkammstraße "Route des Crêtes" per Auto erreichbar. Deshalb sollte man dort oben nicht mit Bergeinsamkeit rechnen. Das Berggasthaus auf dem Gipfel ist entsprechend gut besucht. Wir hielten uns deshalb nicht allzu lang dort oben auf, zumal die Sicht diesmal nicht so besonders gut war.

Über den Kamm wanderten wir zurück zum Ausgangspunkt am Col de la Schlucht. Auf dem Kamm gibt es keinerlei steile Wegpassagen, so dass man dort die Tour ganz gemütlich ausklingen lassen kann. Uns hat sie wunderbar gefallen, deshalb bekommt sie volle